#Folge 4 - Umgang mit Druck, sein Leben so erfüllt wie möglich zu leben.

Shownotes

Umgang mit Druck, sein Leben so erfüllt wie möglich zu leben: Ich hasse den Satz „Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter“

In dieser Folge sprechen Anna Wagener und Archie Clapp darüber, was es bedeutet, ein erfülltes Leben zu leben – und wie unterschiedlich man auf den Satz „Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter“ reagiert.

Anna, Herztransplantierte und Psychologin, und Archie, Vater einer lungentransplantierten Tochter und Comedian, diskutieren spielerisch Pro und Contra: Während Anna den Satz eher als Druck empfindet, findet Archie ihn inspirierend. Sie reflektieren persönliche Erfahrungen und darüber, wie Erfüllung für jeden unterschiedlich aussehen kann, was es bedeutet, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und das Leben bewusst zu gestalten. Am Ende gibt es eine kurze 3-minütige Achtsamkeitsübung (Body Scan), die Anna als Psychotherapeutin auch gerne mal mit ihren Patient:innen macht.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei Transplant Talk, der Podcast über das danach.

00:00:08: Und damit herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Transplant talk!

00:00:12: Mein Name ist Archie Klapp.

00:00:14: ich bin Vater einer lungtransplantierten Tochter und Comedian und ich wollte noch nicht ersetzt von...

00:00:20: Ich bin Anna, bin Psychologin und herztransplantiert und heute unterhalten Arti und ich uns zum Thema Umgang mit Druck sein Leben so erfüllt wie möglich zu leben.

00:00:33: Und unsere erste Frage an euch wäre, ich persönlich hasse den Satz, lebe jeden Tag als wär's dein letzter und uns würde mal interessieren auch Wie geht es euch damit?

00:00:46: Mögt ihr den Satze oder eher nicht?

00:00:48: teilt uns das gerne auf Instagram.

00:00:50: wir sind mal ganz gespannt.

00:00:51: und jetzt gehts darum ja wie gehst du um mit dem Druck?

00:00:57: Ich finde Leben jeden Tag als Wetternetzer total geil.

00:01:04: Um den Gegenpult zu setzen, Leute!

00:01:06: Ihr hört schon raus es wird eine spannende Folge.

00:01:09: pro gegen Kontrat diesen Satz.

00:01:11: Pro wird gewinnen.

00:01:13: Mal schauen.

00:01:15: Also tatsächlich ist dieser Satz losgelöst von einem... oder losgelöst von Transplantationen und sozusagen Lebensverkürzungen, wie auch immer.

00:01:24: Oder als transplantierte Mensch zu leben für mich tatsächlich eher positiv besetzt weil der Partneronkel meiner Schwester hatte eine Nahtoderlebnis und hat danach gesagt, ich möchte jetzt aus jedem Tag das Wichtigste rausholen.

00:01:41: Also er für sich so, ne?

00:01:42: Und ich habe ihn als Kind immer super bewundert.

00:01:45: Er ist auch Künstler steht auf der Bühne wird bewundert so, und fand erst er war schon immer ein Vorbild und dachte mir Das ist auch cool, weil ich... Ich hab immer in den Tag reingelebt und nicht so viel gebacken bekommen wie ich gerne wollte.

00:02:00: Und dachte dann immer so Mensch wenn man jeden Tag voll auskostet wäre ja richtig cool!

00:02:05: Also das war mein Mindset diesen Satz gegenüber.

00:02:07: Das hat nichts mit Transplantation weiter vor aber das war so...

00:02:13: Und wirst du das?

00:02:14: Nee natürlich nicht.

00:02:15: Krieg ich nicht hin.

00:02:16: Aber ich bewundere Menschen die es halt hinkriegen wobei ich sagen muss seit nach der Transplantations Man will sie ja nicht haben und ich so das.

00:02:24: Und ich bin ja mit Judith, so heißt meine Frau.

00:02:26: deswegen nenne ich sie meistens im Kontakt immer.

00:02:32: Sie meinte neulich mal wir haben danach ein schöneres Leben also eher ... Das Leben hat wieder mehr Farben für uns und irgendwie genießt mir das Leben.

00:02:41: Da gehe ich mit, ja?

00:02:42: So ne!

00:02:44: Und

00:02:44: da ist natürlich jeder Tags natürlich Bullshit.

00:02:46: man hat natürlich aber...

00:02:47: Wollte grad sagen also du hast dir selber gesagt ja ich würde es gerne habe ich kann's nicht und ich finde diese Diskrepanz zu merken Ich würd' es gern oder ich?

00:02:57: für mich ist dieser Satz.

00:02:58: Ich sag ja ich bin komplett Team Contra.

00:03:02: Ich hasse diesen Satz weil mir hat er immer So viel Druck gegeben, so ich kann mein Leben nicht so leben als wäre es jeden Tag meinen letzten.

00:03:12: Woher kommt der Druck?

00:03:13: Also woher kommt denn der Satz und der Druck für dich?

00:03:16: würde mich mal interessieren, weil du sagst dieser... das hat dir immer so viel Druck gegeben.

00:03:19: Ja aber wie kommt man denn überhaupt

00:03:22: drauf?

00:03:23: Ja also vielleicht nochmal um den Bogen zur Folge davor mit den Statistiken.

00:03:28: Also es war ja immer so okay du hast vielleicht noch so fünf Jahre im Idealfall und dann war so scheiße.

00:03:33: wie will ich meine fünf jahre überhaupt leben?

00:03:35: Und dann war ok.

00:03:35: Dann lebste sie halt so wie du sie leben willst So als wär's dein letzter Tag jeden tag.

00:03:41: Ich weiß

00:03:41: nicht was du dir als Mindset gesetzt

00:03:42: hast Und alle meinten das ja dann.

00:03:45: Oder ich weiß nicht, vielleicht auch so eine gesellschaftliche Sache?

00:03:48: Also wenn man weiß, dass sein Leben endlich ist... Für mich wäre es der absolute Horror, wenn ich ne Diagnose bekommen würde!

00:03:53: Du hast noch ein Jahr zu leben und guck wie du dieses Jahr verbringst.

00:03:56: Aber du hattest die Diagnos auf fünf

00:03:57: Jahre?!

00:03:58: Was

00:03:58: ist das denn

00:03:59: eigentlich?!

00:03:59: Ja, aber fünf Jahre ist für mich... Noch schlimmer, weil fünf Jahre da kann man voll viel machen.

00:04:05: Aber irgendwie dann voll viel nicht.

00:04:06: für mich war dann so okay in fünf Jahren schaffst du es vielleicht mal geraten Bachelor zu machen im besten Fall.

00:04:11: Sondern natürlich okay na hast ein Bachelor aber kein Master bringt dir dann irgendwie auch nichts.

00:04:15: So und dann war ok.

00:04:16: in fünf jahren kriegste jetzt vielleicht keinen Mann und dann irgendwie Familie heirat Kinder keine Ahnung bringt auch nix.

00:04:22: also lässt das direkt sein so hat alles nicht so ganz geklappt.

00:04:26: dann aber wir

00:04:28: können sie ratten kaufen die leben nur zwei Jahre.

00:04:30: Ja, das wäre so die gute ... Dann auch das.

00:04:33: Also was kaufst?

00:04:34: Ich hab mir dann irgendwann ein

00:04:35: Hund.

00:04:35: Geht ja gar nicht.

00:04:36: Entschuldigung geht ja gar nichts wegen Anstrengungen

00:04:39: oder so.

00:04:39: Abgesehen davon.

00:04:40: Aber auch das war ein Thema, kaufe ich mir einen Hund.

00:04:42: Was ist es wenn ich vor dem Hund sterbe?

00:04:45: Das sind alles so... Und wie lebt man denn?

00:04:48: Gut, wenn du pro dieses Satz bist, wie lebte man jeden Tag als wär's dein Letztes?

00:04:52: Wie stehst du morgens auf und denkst, boah geil!

00:04:56: Ich geh jetzt nicht arbeiten, ich lebe den Tag.

00:04:59: Was lachst denn dann?

00:05:00: Ich

00:05:00: hab jetzt, ich guck mal kurz darüber.

00:05:02: Wir sind vier Minuten in der Folge und ich habe jetzt schon keine Lust die Pro-Zeit anzunnen.

00:05:09: Ja sehr gut!

00:05:12: Genau das eine sozusagen da hat einen kleinen Künstler eine Nahtoderfahrung gehabt und danach so dieses ja krass...ich will jetzt sozusagen einfach das Leben mehr genießen und mehr rausholen.

00:05:24: und das andere ist Wenn du eine lebensverkürzende Diagnose, ne chronische Krankheit, ne Behinderung, nen Schicksalsschlaggein welche Richtung hast.

00:05:33: Dann ist natürlich das total Quatsch so und ich verstehe den Druck des Bestes daraus zu machen.

00:05:44: Ich hab dann irgendwann angefangen zu überlegen okay dann lebe nicht Jeden Tag als wär's dein letzter, sondern lebe dein Leben so.

00:05:53: Vielleicht ein bisschen ähnlich hab ich grade überlegt ... Dass du jederzeit das Gefühl hättest, wenn ich jetzt sterbe, wärs okay?

00:06:03: Ja!

00:06:03: So.

00:06:03: also dann, dass ich quasi mein Frieden damit schließe mit dem Tod.

00:06:08: Das ist es ja eigentlich auch eher nicht, dass man irgendwie versucht in dieser kurzen Zeit die man vielleicht noch hat das ganze leben voll zu packen Sondern eher indem die Richtung guckt Wenn ich dann sterben sollte, ist es auch okay.

00:06:21: Aber dann hatte ich das Problem immer ... Ich weiß noch immer jedes Mal, wenn ich in Urlaub geflogen bin, dachte ich so, nee!

00:06:27: Das willst du jetzt noch erleben.

00:06:28: Und das wär so schade, wenn ich jetzt sterben würde und dann immer zwei, drei Monate vor ... zum Beispiel im August hab ich meine Approbationsprüfung Psychotherapie.

00:06:39: Ich denk mir, bis August musst du noch leben, damit du diese Approbation-Prüfungen einmal gemacht hast in deinem Leben?

00:06:46: Also immer so... Willst

00:06:47: du das Zeugnis mit in den Sack nehmen?

00:06:49: Ja

00:06:49: unbedingt!

00:06:51: Nein natürlich nicht!

00:06:52: Für mich, ich würd immer Bachelorzeugnis.

00:06:55: Aber für mich war es auch ein Thema zu sagen Ich will das erreicht haben.

00:07:00: Für mich war es eher zu schaffen, also gar nicht so sterben vorher ... Sondern vielleicht schaffe ich's einfach nicht?

00:07:04: Ja, ja!

00:07:04: Für mich wird mein Bachelor mit hier in der Architekt begraben.

00:07:07: Immerhin ein Bachelor geschaffen als Kleinkünstler.

00:07:10: Das ist als Comedian nicht schlecht.

00:07:11: Check!

00:07:11: Genau...

00:07:13: Ja, finde ich gut.

00:07:14: Überlege ich mir noch mal was ich alles in meinen Sack mit reinhebe?

00:07:16: Ich muss es mal aufschreiben!

00:07:18: Aber ich finde auch da... Also du bist ja nie satt.

00:07:21: also wenn ich dann im August einmal die Approbationsprüfung habe wird das nächste kommen wahrscheinlich, dann wird wieder kommen.

00:07:26: so

00:07:26: aber okay.

00:07:29: aber diese Ziele sind ja wichtig weil sie auch ein Lebensmotivator

00:07:34: sind.

00:07:36: Es schließt sich ja nicht aus zu sagen, ich könnte sterben und ich bereue nichts.

00:07:40: Also was ist denn so?

00:07:41: Reue ist ja so ein Thema.

00:07:42: Riesig!

00:07:43: Ja, genau.

00:07:46: Und zu sagen es ist okay.

00:07:49: Ja, aber auch das...

00:07:50: Hast du das beides?

00:07:52: Was?

00:07:53: Wenn du heute jetzt sterben würdest,

00:07:55: dass

00:07:55: du sagst, du hast keine Reue und es ist ok?

00:07:59: Wenn ich heute jetzt Sterben würde, würde ich glaube ich sagen Ich wäre unglaublich traurig, ich wär enttäuscht.

00:08:08: Ich hätte unglaubliche Widerstand.

00:08:10: Ich würde sagen die Welt ist unfassbar ungerecht.

00:08:14: aber ich glaube es wäre okay ja doch doch würde ich schon sagen ich könnte meinen Frieden schließen wenn ich davor ganz viel Wider Stand gespürte sozusagen und ich glaub das gehört auch dazu.

00:08:31: Aber Reue finde ich ein super wichtiges Thema.

00:08:35: Das hat sich noch mal richtig stark verändert seit meiner Transplantation.

00:08:39: Ich möchte so leben, dass ich das Gefühl habe, nichts in meinem Leben bereut zu haben oder nicht zum Beispiel auch etwas Nicht-getan zu haben und danach zu sagen hättest du mal... So, das ist für mich ein richtig großes Thema immer.

00:08:55: Aber

00:08:55: das assoziere ich ja sozusagen mit jeden Tagen!

00:08:58: Es kommt darauf an wie Du ihn interpretierst.

00:09:00: Wenn Du Tagast der Scheiße ist dann ist es vielleicht ... voll okay den Scheißes sein zu lassen, als ob es dein Letzter wäre.

00:09:08: Dann würde ich halt den letzten Tag auch offen so verliegen.

00:09:13: Ich glaube das geht eher um diesen positiven Aspekt

00:09:16: von

00:09:17: nichts bereuen, trotzdem zu sagen hey komm, ich mache das jetzt.

00:09:19: oder wenn man so ... ... gibt's ja nicht mal, man ist nur

00:09:22: K.O.,

00:09:23: und ich motiviere mich, ich gehe doch noch mal raus und erlebe was... ... dann war es vielleicht gut oder

00:09:27: so.

00:09:27: Ja!

00:09:28: Dann muss man die Bewertung des ganzen Satzes ändern, Interpretiert man auch oft unter dem Satz, lebe deinen Tag als wär's dein letzter oder jeden Tag.

00:09:38: Vielleicht interpretieren wir in der Gesellschaft auch falsch.

00:09:40: Boah, dann muss der Tag richtig geil gewesen sein, erfüllen...

00:09:45: Ja, Freizeitpark!

00:09:46: Ja genau ich war irgendwie Serf

00:09:48: noch mehr und

00:09:50: so diese Filme die ja auch immer...

00:09:51: Zeitprüfung geschrieben noch, weißte?

00:09:52: Genau

00:09:53: oder ja?

00:09:53: oder diese Filmen die haben mir auch immer zeigen so boah ja du hast dein ein Jahr lang bis zum Die Welt gereist und es war alles top.

00:10:00: Dann ist vielleicht das das Problem dass man irgendwie das gefühlt und dadurch entsteht ja vielleicht auch der Druck Dass man das Gefühl hat, okay.

00:10:07: Ja stimmt!

00:10:09: Da gehe ich mit, dass ich sage, lebe dein Tag als wer ist der letzter?

00:10:13: Dein letzter Tag kann ja auch sein, dass du einfach nur auf dem Sofa gelegen hast und schön Serie geguckt

00:10:18: hast.

00:10:19: Das kann ja aus sein da gebe ich dir recht.

00:10:20: Was hältst du von Liebe jeden Tag, als ob es dein erster wäre?

00:10:24: Auch schön.

00:10:26: Ich weiß noch nicht, ob ich jeden Tag meinen ersten Tag wieder erleben möchte.

00:10:31: Ich weiß es nicht.

00:10:32: Nur da liegen, man kann nicht mal laufen.

00:10:34: Nee, oh Gott!

00:10:34: Man kann trinken und umsorgt werden.

00:10:36: Bin schon froh jetzt mittlerweile das Alter erreicht zu haben was ich habe.

00:10:41: Das ist eigentlich eine ganz nette Zeit auch laufen zu können.

00:10:44: Ja auf jeden Fall.

00:10:45: Es

00:10:46: geht aber eher um den Umgang mit dem Druck in der Frage.

00:10:49: Der Titel der Folge heißt ja Umgang Mit Druck?

00:10:51: sein Leben so erfüllt wie möglich zu leben.

00:10:54: Und dann hast du den Satz leben, lebe jeden Tag als Obst ein Netzwerden.

00:10:57: Okay also mit diesem diesen Satz kann man für sich interpretieren dass man sagt das kommt schon hin.

00:11:01: Man könnte sagen lebe die meisten Tage so, als ob es die letzten werden oder so und uns kommt darauf an wie man ihn interpretiert.

00:11:09: aber lebe so erfült wie möglich.

00:11:12: Das finde ich.

00:11:13: zum Beispiel finde ich ja noch mehr Druck als diesen Satze.

00:11:16: Ja genau

00:11:17: Boah, was ist denn jetzt erfüllt?

00:11:18: Ja.

00:11:19: Genau das ist ganz viel Thema tatsächlich bei mir in der Psychotherapie.

00:11:22: also warum?

00:11:24: weil ich Also so eine Theorie, zum Beispiel ja auch von der Entstehung von depressiven Erkrankungen oder Angsterkrankungen.

00:11:31: Oder was auch immer ist ja dass wir unsere Bedürfnisse einfach übergehen oder nicht kennen oder also nicht benut befriedigen eigentlich unsere Grundbedürfnisse und das ist ganz viel Thema tatsächlich mit meinen Patienten erst mal überhaupt zu erkennen.

00:11:45: Ich stelle ganz oft die Frage Was mögen Sie denn?

00:11:47: Wie tun sie sich denn Gutes?

00:11:50: ich kriege neunzehn prozenten wissen die Menschen das nicht

00:11:53: wie Also keine Ahnung.

00:11:57: Und dafür ein Gespür zu entwickeln, was mag ich eigentlich?

00:11:59: Was tut mir gut?

00:12:01: Was ist für mich ein schöner Tag?

00:12:03: Was sind meine Bedürfnisse?

00:12:05: und da gehe ich viel tatsächlich über das Konzept der Achtsamkeit, dass man auch mal jetzt mehr hier im Moment ist ja und nicht sagt okay was ist morgen, was ist übermorgen, was es in zehn Jahren sondern nein Erfüllung entsteht ja in dem Moment wo du das Gefühl hast du rennst nicht einem Glück hinterher, du rennst nicht einem Ideal hinterher.

00:12:25: Sondern du bist jetzt erst mal hier und jetzt keiner weiß was morgen übermorgen oder in drei Jahren ist.

00:12:31: Also im Idealfall bist du im Hier-und-Jetzt und konzentrierst dich aufs Hier- und-Jett.

00:12:34: Und dann mache ich halt so Achtsamkeitsübungen mit den Patienten auch und sagst okay Dann laufen sie jetzt halt mal durch die Straßen und hören den Vögeln zu gucken was sie sehen spüren die Sonne auf ihrem Körper.

00:12:49: und dann gucken sie, überlegen sie sich was erfüllt mich eigentlich.

00:12:53: Die Frage finde ich auch total schwer also wie?

00:12:55: Was bedeutet überhaupt ein

00:12:57: erfüllendes

00:12:58: Leben?

00:12:59: Also das ist schon

00:13:01: erfüllt kann nicht noch aber so erfüllt wie möglich dass es für mich so das ist der Druckmoment?

00:13:07: Ja,

00:13:08: kann ich absolut verstehen.

00:13:09: Erfüllt?

00:13:10: Da weiß ich schon... Mir macht es Spaß ein Witz zu schreiben auf die Bühne zu

00:13:13: kommen!

00:13:14: Das ist für mich Erfüllung.

00:13:15: Für mich ist Erfüllungen in der Sonne zu sitzen und ein Latte Macchiato zu trinken.

00:13:19: Für meine Erfühlungen

00:13:19: irgendwie körperlich aktiv zu sein also im Großen oder im Kleinen gibt's ja ganz viele verschiedene.

00:13:25: Ich glaube die erste Aufgabe ist herauszufinden was erfüllt mich und die zweite Aufgabe wäre vielleicht auch zu akzeptieren ... nicht jeder Tag muss erfüllt sein.

00:13:33: Also das ist ja auch so das Ding, ich glaube kein Mensch lebt ein Leben... ... was dauerhaft erfüllt ist.

00:13:40: Das ist nicht realistisch, also das ist auch ein Riesenthema.

00:13:43: Wenn wir nicht sonst manisch,

00:13:46: dann sind wir immer nur erfüllend.

00:13:47: Alles toll!

00:13:48: Es ist alles super, es ist schön.

00:13:49: Wir gehen eigentlich neunzig Prozent des Tages ganz, ganz toll.

00:13:53: Die anderen zehn Prozent richtig

00:13:54: gut?

00:13:55: Da ist mega!

00:13:57: Ja, das wäre ideal.

00:13:58: Nein, ich versuche... auch immer meinem Patienten zu sagen, das wäre halt wirklich gar nicht ideal.

00:14:03: Also ich sage auch immer meinen Patienten... Für mich ist mein Leben richtig erfüllt, seit ich die ganze Palette an Emotionen zulasse.

00:14:14: Ich fühle mich lebendig wenn ich traurig bin, wenn ich wütend bin, Wenn ich Angst habe und glücklich bin.

00:14:21: Und das hab' ich wirklich auch erst gelernt durch diese ganze Geschichte, durch meine Therapieausbildung

00:14:25: usw.,

00:14:26: weil viele Menschen sagen ja, ich will nicht trauriger sein oder ich will keine Angst haben... doch!

00:14:31: Es gehört dazu, ne?

00:14:33: Und mich erfüllt das.

00:14:34: Ja so blödes vielleicht klingt manchmal, mich erfülle das zu Hause zu sitzen, zu merken ich hatte ein scheiß Tag es hat ja einen schwierigen Tag und dann einfach mal zuhause zu sitzen und zu weinen.

00:14:44: Ich finde das erfüllend aus irgendeinem Grund.

00:14:47: Weil's raus aus dem System ist dann...

00:14:49: Ja genau!

00:14:50: Das

00:14:50: ist ja so'n Zitrigmanns mit sich rum.

00:14:52: Ja man bekommt ja auch den Zugang zu sich selbst.

00:14:56: Aber ja Druck.

00:14:57: also Ich hab dann irgendwann gedacht, okay Druck haste.

00:15:02: Nimm dir den Druck raus.

00:15:04: Indem du halt das Ziel veränderst ne?

00:15:07: Wie du schon sagst, das Ziel sollte vielleicht nicht sein... ich lebe Leben jeden Tag wie mein letzter.

00:15:13: Ich lebe meinen Leben so erfüllt wie möglich sondern ...ich lebe!

00:15:17: Das ist mal vielleicht das.

00:15:19: Ich geh in eine Akzeptanz dass nicht jeder Tag erfüllt is.

00:15:23: Dass nicht jeder tag irgendwie Friedefreude Eierkuchen iess und dann dadurch Also auch weniger geworden.

00:15:30: Und ich höre auf mich, was brauche ich?

00:15:33: Was will ich?

00:15:34: Wünsche ich mir.

00:15:36: und um am Ende eben das Gefühl zu haben ja okay ist für mich wäre es der absolute Horror immer diese Geschichten die man hört so auf dem Sterbebett zu liegen und zu sagen Ich habe ein halbes Leben nicht gelebt irgendwie also das weiß ich nicht.

00:15:50: Unsinnig eigentlich die Frage an sich aber ich weiß was dahinter steckt.

00:15:56: Wir sind uns dafür, dass wir zwei unterschiedliche Perspektiven eigentlich

00:16:00: zu schnell

00:16:01: einigen.

00:16:02: Sechzehn Minuten in der Podcast.

00:16:04: Aber die Folge soll ja nur zwanzig Minuten gehen und du hast eine coole Achtsamkeitsübung mit dabei

00:16:08: heute?

00:16:09: Genau!

00:16:09: Die dauert auch nur drei Minuten und ich finde das immer ne sehr schöne Übung, die man auch so einen Alltag mal einbauen kann... heißt Body Scan.

00:16:20: Ja?

00:16:21: Genau, ich weiß nicht ob du sie jetzt mitmachen möchtest.

00:16:24: Ich würde Sie mal vorlesen... ja, sie ist in einer Du-Form und ich spreche euch alle einfach mal da draußen an.

00:16:34: Willst du mitmachen?

00:16:36: Was muss ich machen?

00:16:37: Einfach dich bequem hinsetzen!

00:16:40: Sehr gut okay also los geht's.

00:16:43: Setz dich bequeim hin schließe deine Augen wenn du möchtes.

00:16:48: Nimm ein, zwei tiefe Atemzüge und richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper.

00:16:55: Es geht nur um

00:16:56: das Wahrnehmen

00:16:57: – nicht um einen Verändern!

00:17:02: Atme einmal tief ein und einmal tief aus.

00:17:07: Beginne nun einmal damit nachzuspüren

00:17:10: wie deine Füße

00:17:13: sich anfühlen.

00:17:14: Was nimmst du wahr?

00:17:16: Vielleicht nimmest Du den Druck Deiner Schuhe wahr vielleicht Wärme oder Kälte Vielleicht die Beschaffenheit, der Schuhsohlen.

00:17:30: Nun wandere einmal mit deiner Aufmerksamkeit von deinen Sehen über die Füße und Knöchel weiter zu den Unterschenkeln.

00:17:42: Gehe mit deine Aufmerksamkeit weiter über die Knie zu den Oberschenkeln.

00:17:48: Nimm einmal wahr wie die Oberschankel den Stuhl berühren.

00:17:53: Was spürst du?

00:17:58: Nimm das Gewicht deines

00:17:59: Körpers

00:17:59: auf dem Stuhl

00:18:00: wahr.

00:18:04: Nun wandere weiter mit deiner

00:18:06: Aufmerksamkeit

00:18:06: über das Gesäß zum Rücken.

00:18:11: Nimm dein ganzen Rücken wahr!

00:18:15: Es geht nur um das Wahrnehmen, nicht um das Verändern.

00:18:20: Spüre einmal nach wie dein Rücken ausgerichtet ist.

00:18:26: Hält er sich frei im Raum oder berührt ihr eine Stuhllehne?

00:18:32: Fühlt der sich eher entspannt oder eher angespannternd?

00:18:39: Gehe nun weiter bis zu deinen Schultern.

00:18:43: Spüre einmal nach, wie deine Schultern sich anfühlen.

00:18:48: Hängen sie locker hinunter oder sind Sie eher nach oben

00:18:52: gezogen?

00:18:56: Wandere nun weiter über die Arme und die Ellenbogen zu den Händen.

00:19:02: Wie liegen Deine Hände da?

00:19:04: Sind Sie locker geöffnet oder fest zur Faust gebaut?

00:19:10: Spüre nun einmal in jeden einzelnen Finger hinein.

00:19:18: von den Händen über die Arme zu den Schultern und wandere dann mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Nacken.

00:19:27: Spüre einmal nach, wie er sich anfühlt.

00:19:30: Wie sitzt dein Kopf auf?

00:19:33: Ist der Nackenfrei beweglich oder eher blockiert?

00:19:39: Es geht nur um das Wahrnehmen – nicht um das Verändern!

00:19:44: Gehe nun nach vorn zu deinim Kiefer.

00:19:48: Wie fühlt er sich an?

00:19:50: Wie liegen Ober- und Unterkiefer aufeinander.

00:19:55: Wandere dann mit deiner Aufmerksamkeit weiter über die Wangen, die Nase zu den Augen und deiner Stirn.

00:20:05: Wandere weiter bis du deinem Scheitel deines Kopfes spüre einmal nach wie es sich hier anfühlt.

00:20:14: Nimm nun noch einmal ein zwei ative Atemzüge nimm noch einmal deinen ganzen Körper wahr so wie er jetzt hier sitzt.

00:20:29: bleibe für einige Augenblicke bei der Wahrnehmung deines ganzen Körpers.

00:20:39: Nimm einen weiteren tiefen Atemzug und komme ganz langsam mit deiner Aufmerksamkeit zurück zu dir in den Raum.

00:20:47: Wenn du magst, regel dich, schüttel dich kreise die Schultern Und wenn du soweit bist kannst du die Augen ganz langsam wieder öffnen.

00:21:00: Archies eingeschlafen.

00:21:03: Ja noch nicht ganz.

00:21:05: Ja, das ist eine Übung tatsächlich die ich persönlich sehr gerne mit meinen Patienten auch mache oder mit mir selbst.

00:21:10: Weil sie einfach sehr darauf trainiert im Hier und Jetzt zu sein ohne... ...zu bewerten auch um einfach nur wahrzunehmen.

00:21:18: Also es ist einer der Zehntausendübungen die ich so mit meinem Patienten zusammenmache.

00:21:21: Fühlt

00:21:22: sich voll gut an auf jeden Fall ein bisschen refreshed.

00:21:25: Und sehr gut wie angekommen!

00:21:28: Es ist nur lustig, als du angefangen hast mit den Spüren die Zähnen rein.

00:21:31: Ich bin ja gestern in den Zeh gebrochen.

00:21:34: Ich werde jetzt nicht da rein spüren in den Schmerz!

00:21:37: Ich musste auch kurz lachen und unterdrücken... Also, gut.

00:21:43: Aber sehr schön.

00:21:44: Vielen Dank.

00:21:46: Möchtest du noch zu der Folge was sagen?

00:21:49: Ja, magst du den Satz immer noch?

00:21:53: Ja, bleib auf meiner Position!

00:21:55: Okay.

00:21:56: Ich bin die Klügere... ich mach'

00:21:58: ...definitiv.

00:21:59: Ich

00:21:59: finde ihn okay.

00:22:02: Ich kann jetzt besser damit umgehen?

00:22:05: Doch abschließend doch, ich kann was dazu sagen und zwar habe ich beide Perspektiven und zwar wenn da eine Person ist, der ich erzähle, meine Tochter ist transplantiert und so Und die Person merke ich irgendwie gibt es jetzt nicht so den mega positiven Vibe und die sagt ja danach genießt man das Leben ja viel mehr.

00:22:24: Du hast keine Ahnung, halt dein Maul genau so denke ich mir das auch.

00:22:32: und dann gibt's aber gute Freunde oder Leute die was ähnliches

00:22:35: durch haben

00:22:38: Die sagen danach genießt man das Leben nicht mehr, kann ich es vielmehr annehmen.

00:22:41: Also für mich ist es eine Perspektivfrage.

00:22:44: Es gibt sozusagen auch beides und das wollte ich nur noch mal und es kommt da voll stark drauf an.

00:22:51: Ansonsten

00:22:51: machen wir jetzt ganz kurz Werbung!

00:22:55: Wer mich als Komedien sehen will, geht auf meine Homepage und guckt wo ich spiele.

00:23:00: Ansonsten kann man mich bei Social Media unterstützen.

00:23:03: ArchieClub.

00:23:05: Und falls wer uns einen Kaffee ausgeben will, kann es gerne tun in virtuellen Kaffees bei www.buymeacoffee.com.

00:23:14: Auch

00:23:17: mich könnt ihr bei Social Media gerne unterstützen unter Anaka Wagner.

00:23:21: Ich freue mich über jeden von euch!

00:23:23: Und genau, pass auf wir machen das so.

00:23:25: zu dieser Folge machen wir ein kleines Posting mit einem Bild wie du zu der Frage stehst lebe dein Leben so erfüllt wie möglich.

00:23:35: Lebe jeden Tag als Western-Netzter und schreibt doch mal gerne was ihr dazu denkt.

00:23:42: Ja?

00:23:43: Schreibt gerne.

00:23:44: Ja macht das

00:23:45: gut dann sag ich

00:23:47: Tschüss.

00:23:48: Bis bald!

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